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St. Philippus: Barocke Messkomposition am Pfingstmontag, 25. Mai um 9:30 Uhr
Am Pfingstmontag kommt im Festgottesdienst (9.30 Uhr) in St. Philippus eine neu entdeckte barocke Messkomposition zur Aufführung: die Messe in g-Moll für zwei Solo-Soprane, Frauenchor, zwei Trompeten, Pauken und konzertierende Orgel von P. Wilhelm Hanser.
P. Wilhelm Hanser (1738-1796) war Prämonstratenser – Chorherr im ehemaligen Kloster Schussenried (Allgäu) und galt zu seiner Zeit als einer der bedeutendsten Komponisten und Organisten in Oberschwaben („Totius nostrae Sueviae organoedum facile princeps“). Diese Messe ist aufgrund ihrer Besetzung ein Unikat in der gesamten Geschichte der Kirchenmusik. Die Besetzung einer (weitgehend) solistischen Messe mit Trompeten und Pauken weist darauf hin, dass es sich um eine „Missa solemnis“ , also eine Messe für besondere Feiertage, handelt. Sie erlebte ihre Uraufführung am Fest der hl. Cäcilia in der französischen Abtei Lavaldieu , einem Nonnenkloster, um ca. 1780, wo P. Wilhelm zu dieser Zeit als Musikerzieher wirkte. Prof. Gerhard Weinberger entdeckte diese Messe in der „Bibliotheca del Convento dei Patri Francescani“ in Bozen, schrieb sie aus den Manuskripten ab, spartierte sie, rekonstruierte die fehlenden Teile Benediktus und Agnus Dei und edierte sie erst kürzlich beim Verlag Opus in München im Erstdruck. Sie ist eine der ganz wenigen Kompositionen Wilhelm Hansers, da die meisten Werke von ihm verschollen sind.
Die Erstaufführung am Pfingstmontag gestalten Solisten, die Frauenschola von St. Philippus, ein Trompetenensemble mit Barockpauken sowie Prof. Gerhard Weinberger an der Orgel. Die Leitung hat Beatrice-Maria Weinberger.